Wer immer noch nicht glaubt, dass dieses paranoide Gestammel und Gehabe von CDU und CSU irgendwie zum Rechtssein gehört, kann dies nun bewundern. Sie kämpfen gegen die angeblich drohende Gefahr linker Politik — einer Politik, die es hier bislang weder im Osten noch im Westen gegeben hat. Symbolpolitik und Etikettenschwindel sind keine linken Regierungskonstellationen. Sonst wäre die soziale Marktwirtschaft ja sozial. Upsi.
Wo bleibt dieselbe Empörung, wenn eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei an Einfluss gewinnt oder Regierungsverantwortung in Aussicht steht? Wird dann ebenfalls über finanzielle Sanktionen gesprochen? Offenbar nicht. Das ist ja komisch. Also die Miethaie regulieren für die Bürger, nach einem Bürgerbegehren, ist zu bestrafen und das mögliche Regieren von rechten Polit-Ultras ist ok? Wie war das Herr Söder in ihrer „kleingärtner Partei“ CSU: Es darf keine Partei rechts neben der CSU geben.
Nun ja konservative haben immer das gleiche Angst. Angst vor Machtverlust, Angst das es allen besser geht. Das Gähnargument in Berlin: Dann wird niemand mehr investieren. Na sicher. Ach wir leben doch im Kapitalismus und wenn die anderen ihren Kofferpacken, kommt ein anderer Geldhai um die Ecke. Und Bayern? Bevor man Berlin belehrt, sollte man vielleicht erst die Milliardenverluste aus einer Reihe verkehrspolitischer Fehlentscheidungen aufarbeiten.
