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tja

warum das?

...weil das eigene Netz mehr hergibt....

Geht nichts? Quatsch

à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Di., Juni 02, 2026 10:06:18


à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Di., Juni 02, 2026 09:51:08

Die Wut und Luft musste mal wieder raus. Steht auf gegen die blau braunen Idioten. Nicht im Netz , auf die Straßen! Den Kälbermarsch hatten wir in diesem Land schon einmal



Bruits de la Cave zu Gast beim Gothic Pogo Festival 2026

à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Mo., Mai 18, 2026 15:24:35

Wir freuen uns über die Einladung unserer Freunde vom Gothic Pogo Festival. Wir werden diesmal den Abschluss des langen Wochenendes gemeinsam mit dem Team von Catacomb Kittens bestreiten. Das vs. vergesst mal. Es wird ein langer Abend zwischen Deathrock / Punk und Zeugs geben. Kommt rum, Leipzig ist um die Ecke und lasst uns das GPF zu einem schönen Abschluss bringen:-)



Emotionslos ist anders…. SHV/ARZ/ Parting Gyfts

...und sonst ?, à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Mo., Mai 18, 2026 15:17:37

Das war wieder so ein Abend. Einer, an dem einfach alles funktioniert. An dem alles leicht ist, alles schön. Einer von denen, bei denen man noch lange danach dasitzt, lächelt und den eigenen Gedanken nachhängt.

Der letzte Mittwoch schwingt immer noch nach. Das Release-Konzert von SHV/ARZ in der Subkultur war einfach wunderschön.

Zwei Acts aus Hannover, beide unfassbar gut. Die Subkultur rappelvoll, die Gäste in Feierlaune – sie haben die Bands durch den Abend getragen und ein Konzert möglich gemacht, das ich so schnell nicht vergessen werde. Der Sound war perfekt. Und selbst jetzt fühlt es sich noch ein bisschen unwirklich an.

Vielen Dank an Parting Gifts, an SHV/ARZ, an alle Gäste, die Technik, die Menschen an der Bar, am Merch und am Eingang. Und natürlich an die Subkultur – ohne euch wären solche Konzerte in Hannover kaum möglich. Danke, dass ihr euch immer wieder traut. Danke auch an Icy Cold – ihr seid einfach anders. Mathis, du weißt wofür.

Es ist großartig zu sehen, was passieren kann, wenn alle bereit sind, über die vielen Hürden zu springen, die diese manchmal seltsame Konzert- und Musikwelt bereithält. Keine großen Namen, keine algorithmischen Pushs – nur Menschen, die losgehen, um Neues zu entdecken. Um Künstler:innen zu feiern, die sie vorher vielleicht noch gar nicht kannten.

Ein Konzert, für das man Mut braucht, um hinzugehen? Das wäre dann doch zu viel gesagt. Beide Bands sind schon länger Teil dieser Stadt. Aber die, die damals da waren, als es noch Überwindung gekostet hat, die haben es weitergetragen. So weit, dass der Laden jetzt voll ist und ein Album entstanden ist.

Es beginnt immer dort, wo die „Macher“ nicht sind. Ganz ehrlich: Von mir aus können sie weiter ihre Plakate mit großen und kleinen Namen basteln und entscheiden, wer über wem steht. Auch Künstler:innen sind Gäste – behandelt ihr eure Gäste auf eurer Hochzeit genauso?

Es wird auch weiterhin Künstler:innen geben, die glauben, das sei ihre Chance. „Macher“ die über den „Markt“ lamentieren  und sich daran festhalten. Sollen sie machen.

Mir egal.

Support your local scene ist mehr als nur ein Patch. Geht auf die vermeintlich kleinen Konzerte. Es gibt so viele davon, auch hier in der Stadt. Kleine Läden, die Unglaubliches auf die Beine stellen. Manchmal muss man nur ein bisschen suchen. Ob die Haltung realitätsfern ist? Meinetwegen. Nächstes Jahr feiern wir nebenbei 10 Jahre realitätsfern. 



Batcave Bonanza II – le délir continue

...und sonst ?, à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Souterrain Bizarre Posted on Fr., April 17, 2026 10:38:55


à contre courant 240 – Franchir le Black

à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Di., März 17, 2026 10:28:28


Damals, als Eintritt noch Mut kostete

à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Do., März 12, 2026 11:01:41

Es ist schon erstaunlich, wie gern Menschen Geld bezahlen, um sich selbst das Gefühl zu kaufen, „dabei“ zu sein. Heute heißt das: ein Ticket für 180 Euro, ein Parkplatz irgendwo neben dem Shuttle-Bus, eine Reihe zu weit hinten, aber überzeugt davon, „echte Musik“ zu erleben. Dieselben Bands, dieselben Namen auf den Postern – nur das Erlebnis kostet jetzt so viel wie damals ein gebrauchter Verstärker.  

Ich ertappe mich immer wieder dabei, an den alten Flyer der „Rotation“ aus Hannover zu denken. Leicht vergilbt sieht er aus auf meinem Telefon, danke an den Finder im Netz,  aber eine heilige Reliquie des Muts: The Cure, DAF, Siouxsie and the Banshees. Drei Namen, die heute Stadien füllen – damals kleine Räume, verrauchte Luft, vielleicht 100 Leute, maximal, meist nur 20. Was für ein Irrsinn! Und gleichzeitig: Was für ein Glück, dass es Menschen gab, die einfach hingegangen sind, ohne darüber nachzudenken, ob die Band schon im Musikexpress gefeiert wurde oder ob Spotify sie „vorgeschlagen“ hatte.  Was für ein Glück das es diese mutigen Veranstalter gab.

Heute dagegen scheint alles sauber sortiert: Der Algorithmus sagt dir, wie dein Geschmack klingt, und der Booking‑Agent und Ticketverkäufer diktiert, was du mögen wirst. Zwischen „Empfohlen für dich“ und „Nur noch 5 Tickets verfügbar“ hat sich das Risiko verabschiedet. Musik wurde zur Komfortzone. Es gibt keine Neugierde mehr, nur noch die Angst, etwas zu verpassen, das andere schon kennen. 

Und selbst dort, wo Neugier noch da ist, stößt sie oft an Grenzen – manchmal sind es ganz einfache Dinge, wie ein zu hoher Ticketpreis. Wie soll man (vermeintlich) Neues entdecken, wenn das Unbekannte nur gegen 29 Euro Eintritt zu haben ist und die Begegnung mit Kunst zu einer Frage des Geldbeutels wird?

Oft heißt es dann: „Das regelt der Markt.“ Ein Satz, der so leicht über die Lippen geht – und doch so schwer wiegt. Denn dieser Markt ist nichts Naturgegebenes, sondern ein stilles Einverständnis darüber, was als „wertvoll“ gilt und was nicht. Vielleicht ist er eher ein Spiegel unserer Bequemlichkeit, ein System, das lieber berechnet als empfindet.

Wenn es ein echter Markt wäre, ließe er sich doch verändern – hin zu einem, der Mut belohnt statt Bekanntheit, Klang statt Kalkül. Doch solche Gedanken wirken schnell „ideologisch“, „realitätsfern“. Dabei könnte es sein, dass gerade diese Sehnsucht nach etwas Echtem, Unmessbarem, das eigentlich Realere ist – das, was von Kunst übrig bleibt, wenn man alle Preisschilder abnimmt.

Dabei ist es diese Neugier, aus der alles entsteht. Ohne sie gäbe es keine Geschichten, keine Szenen, keine Legenden. Doch an ihre Stelle ist eine merkwürdige Fetischisierung des Bekannten getreten. „Echtheit“ wird heute in Euro gemessen – als würde der Preis etwas über das Erlebnis sagen. Und so pumpen dieselben Bands, die einst von der Straße kamen, jetzt ihre treue Gemeinde leer. Natürlich mit dem Hinweis: „Alles wird teurer.“ Ja, auch die Authentizität.  

Ich frage mich manchmal, ob Musik nicht immer schon ein Spiegel war – aber vielleicht ist sie mittlerweile eher eine Werbefläche. Wo früher Haltung zählte, steht heute der Tourkalender im Vordergrund. Wo einst Verstörung inspirierte, stehen jetzt „Fan Experience Packages“. Selbst die Rebellion hat ein Merch‑Logo bekommen.  

Und dann sehe ich die „kleinen“ Bands, auf weißen Grund, irgendwo zwischen Keller und 1. Etage war das – z.B. Je t’aime, Blind Delon, Rue Oberkampf, Lovatarax, The Guilt, Berlin 2.0, Lisa Morgenstern, Deer Dear, Kaelan Mikla, Der Nachtportier, Parting Gyfts, Bragolin, Varsovie die Liste ist so lang  – und ich spürte und spüre kurz diesen alten Nervenkitzel. Diese Ahnung, dass etwas Neues entstehen könnte, wenn man es nur sehen will. Ich denke an Gruppen wie Heimberg, Gwendoline, La Boum Brute oder SHV/ARZ – Namen, die vielleicht irgendwann auf großen Plakaten stehen werden oder bereits stehen. Und dann wird Hannover sich wieder erinnern, dass alles mal klein war. Dass man sich entscheiden konnte zwischen dem siebten Sauna-Aufguss und einem Konzert, auf dem man die Zukunft sah.  

Vielleicht ist das die heimliche Pointe unseres kulturellen Zynismus: Immer zu spät kommen, aber stolz behaupten, man wäre schon immer dabei gewesen. Dabei liegt die wahre Freude doch darin, zu früh da zu sein – einer der wenigen Glücksmomente, die sich nicht kapitalisieren lassen.  

Traut euch, wie damals und geht zu den kleinen Orten, da wo die Namen euch nichts sagen,  da wo es entsteht. Dort wo man fragen kann wenn das Geld nicht reicht und Lösungen gefunden werden. Man verrät deswegen seine Helden nicht, man zeigt das es immer noch weiter geht. 

Denn irgendwann, in vielleicht zwanzig Jahren, wird wieder jemand einen alten Flyer finden, die Namen darauf werden längst teuer und groß sein – und irgendwer wird lächeln und sagen: „Da war ich. Damals, als Eintritt noch Mut kostete.“  



Batcave Bonanza 2

à contre courant, bruits de la cave, Fracture Du Jour, insomniaque, Musik, Souterrain Bizarre Posted on Do., Februar 19, 2026 13:08:16


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