Erst stellen sich bockige Erwachsene wie Kälber an die Wahlurne, weil ein Parfümverkäufer braunes Eis verkauft. Begründung: „Wir wollen es denen da oben zeigen.“ Dafür schmeißt man gern alles vor den Bus. Wenn es mir schon beschissen geht, dann wähle ich einfach die braune Scheiße – dann stinkt es wenigstens überall. Bockige Dreijährige sind da wesentlich schlauer.
Wer Neonazis seine Stimme gibt, also Parteien, die in Teilen rechtsextrem sind, menschenverachtende Programme erstellen und umsetzen wollen, ist ein Täter. Nicht im Sinne der Ausführung des rechten Unsinns, sondern weil er ihn wissentlich ermöglicht. Entweder aus erbärmlichen Motiven oder weil man ein bockiges dreijähriges Kind ist. Macht es nicht besser.
Nun kommen die anderen Dreijährigen: Die CDU geht in die Opferrolle und in Sachsen-Anhalt in die Opposition. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sie kämpft nicht für Demokratie und überlässt das Feld den Rechten. Alles nur, weil man zu feige oder zu dumm ist, sich mit den anderen demokratischen Parteien auf ein Ziel namens Demokratie zu vereinen.
Die AfD hätte den Regierungsauftrag. Hä? Den gibt es nicht. Alle, die es wollen, können sich zusammenschließen und die Demokratie aufrechterhalten. Will man aber nicht. Das ist derselbe Move wie bei den Jammerlappen von der AfD.Nein, die CDU ist keine Neonazi-Partei, nur konservativ. Konservativ heißt rückwärtsgewandt und Stillstand. Rückwärts schauen und vorwärts gehen klappt selbst dann nicht, wenn man es will.
Kurz: In Sachsen-Anhalt werfen Menschen ihre Stimme weg, weil sie bockig sind, ohne die Folgen zu beachten. Menschen wählen menschenverachtende Ansichten, weil es ihnen schlecht geht. Genauso geht das. Konservative Politiker und Rechtsextreme sprechen von Werten, die für die meisten keine Bedeutung haben. Es gibt neue Werte, die sie nicht wollen. Demokratie ist scheinbar abhängig von der Richtung, aus der man auf sie schaut. Eines eint sie: bockig sein.
